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Donnerstag, 20. Juni 2013

Der erste Vortrag mit dem Titel „Europa-Rosarium Sangerhausen – Historische Rosen sammeln und bewahren – Konzept einer Rosen-Genbank“ wurde gehalten von THOMAS HAWEL, dem Leiter des Rosariums Sangerhausen. Herr Hawel gab einen sehr klaren Überblick über die Geschichte und das moderne Konzept des Europa-Rosariums Sangerhausen, erläuterte die Vorstellungen und Pläne zur ‚Deutschen Genbank Rose‘ und stellte die zentrale Funktion des Europa-Rosariums in dem Genbank-Netzwerk dar. Dabei betonte er in überzeugenden Worten die Bedeutung des Rosariums als Lebend-Sammlung von Rosen zur Erhaltung ihrer Gene.

 

Der folgende Vortrag wurde von Prof. ANDREW ROBERTS (University of East London, GB) gehalten. Prof. Roberts ist ein renommierter Wissenschaftler und Experte in den modernen Techniken der Durchfluss-Zytometrie von Rosen, die die Bestimmung der exakten Zahl ihrer Chromosomen ermöglicht. Er ist außerdem ein guter Freund und häufiger Besucher des Rosariums Sangerhausen. In seinem Vortrag mit dem Titel „Ploidiebestimmungen als eine Hilfe bei der Identifizierung und Eingruppierung historischer Rosen“ vermittelte er einen exzellenten Eindruck über die cyto­genetischen und mikroskopischen Techniken, die es ermöglichen, die Welt der Rosenchromo­somen zu erforschen und die außergewöhnlichen Kombinationsmöglichkeiten der Chromosomen bei der Befruchtung zu verstehen. Mit diesen Erkenntnissen lassen sich historische Rosen identifizieren und die berühmten Klassen der Damaszener-, Alba- und Zentifolien-Rosen voneinander unterscheiden. Zugleich gab er einen tiefen Einblick in die unerwartete Vielseitigkeit der Wildrosen im Rosarium Sangerhausen.

 

Im nächsten Vortrag nahm uns Dr. GUOLIANG WANG mit auf eine Expedition nach China. Er interessiert sich für historische Rosen und Wildrosen in China. In seinem Vortrag „Einige geheimnisvolle Gruppen historischer Rosen im Westen und in China“ berichtete er über seine fantastischen Expeditionen in die Wildnis der Wälder Chinas und zeigte in zahllosen Fotografien den unglaublichen Reichtum der Wildrosen-Arten in China. Dabei machte er auch auf überraschend viele historische Rosen aufmerksam, die von China aus ihren Weg in den Westen genommen haben.

 

Im letzten Vortrag an diesem Morgen brachte uns Charles Quest-Ritson wieder zurück nach Europa. Er ist wohlbekannt und hoch geschätzt in der Gemeinde der Rosenfreunde wegen seiner großen Begeisterung für Rosen. Als international anerkannter Schriftsteller hat er eine bedeutende Zahl an hervorragenden  Rosenbüchern herausgebracht. In seinem Vortrag mit dem Titel “Von den Remontantrosen zu den Teehybriden“ zeichnete er in lebhafter und anregender Weise die vielfältigen Wechselbeziehungen bei der Entstehung der Teehybriden nach. Er räumte mit diversen falschen Vorstellungen über die vermeintlichen „Väter“ der Teehybriden auf und ließ auch die psychologischen Aspekte der berühmten Persönlichkeiten, die in der Züchtung dieser modernen Rosen eine Rolle spielten, nicht unbeachtet. Damit vermittelte er eine neue und ungewöhnliche Sicht auf die faszinierende Entstehungsgeschichte der Teehybriden.